Vor-/Konfirmand*innen

Konfirmations-Unterricht um 1527 erfunden

Die Schule ist Pflicht, der Konfirmandenunterricht nicht. So ist es heute. Vor fünf Jahrhunderten war es anders. Philipp I., genannt „der Großmütige“, Landgraf der Landgrafschaft Hessen, führte 1526 die Reformation in seinem Herrschaftsgebiet ein. Als in Hessen ein heftiger Disput ausbrach, ob die Kinder- oder die Erwachsenentaufe praktiziert werden sollte, rief Philip den Reformator Martin Bucer als Berater nach Hessen. Der empfahl die Kindertaufe; jedoch sollten die Getauften als Jugendliche in einem feierlichen Akt das Taufbekenntnis, das ihre Eltern und Paten stellvertretend für sie gesprochen haben, bestätigen. Damit hatte Martin Bucer die Konfirmation erfunden. 

Zuvor sollten die Mädchen und Jungen vom Pfarrer eine „Unterweisung im Glauben“ erhalten, den Konfirmandenunterricht. Der Landgraf ließ daraufhin den Konfirmandenunterricht in ganz Hessen einführen. Verbindlichen Unterricht für jeden, eine allgemeine Schulpflicht hatte es vorher noch nie gegeben. So lernten die hessischen Kinder im Konfirmanden-Unterricht anhand der Bibel lesen und schreiben.

Übrigens war es Martin Luther sehr wichtig, dass durch seine Bibelübersetzung die Alphabetisierung der Bevölkerung fortschreiten konnte. Im 18. Jahrhundert übernahmen fast alle deutschen Landeskirchen die hessische Konfirmation, die dann auch außerhalb Deutschlands Verbreitung fand. (EKHN)

Konfirmand*innen

Die Konfirmandinnen und Konfirmanden treffen sich donnerstags von 16:30 bis 18:00 Uhr im Gemeinderaum der evangelischen Kirche in Ober-Olm.

Vorkonfirmand*innen

Samstags 10.00 – 15.00 Uhr in den Gemeinderäumen der evangelischen Kirche in
Klein-Winternheim.